Vom Schlossberg herunter und durch die Wallstrasse

Beim Blick vom Balkon des Schlossmuseums entschieden wir uns für die Richtung, die wir bei unserem Stadtbummel im weiteren Verlauf einschlagen wollten, nämlich dorthin, wo die kupferoxidgrünen Turmspitzen des Sternkiekerturmes zu sehen waren, wie der Lindenbeinsche Turm auch genannt wird.

Es ging bereits auf die Mittaggstunde zu, als wir durch das Torhaus hindurch wieder den Schlossberg hinunter gingen. Nur wenige Personen kamen uns entgegen, der durchschnittliche Quedlinburgbesucher scheint mittags mehr an den Einkehrschwung zu denken als an das Besichtigen, denn in Gassen rund um den Finkenherd, in den diversen Cafés und Restaurants unterhalb des Schlossbergs, waren durchaus Besucher vorhanden. Es war aber auch bereits ziemlich heiss.
Aus der Langen Gasse nahm ich noch ein Bild von der Hausnr. 29 mit, einem Fachwerkhaus aus dem frühen 17. Jh., und am Ende der Strasse orientierten wir uns nach links, über ein Stückchen der Altetopfstrasse zur Wallstrasse, die ausserhalb der alten Stadtmauern verläuft, und zum Teil von alten Villen und anderen Häusern aus der Gründerzeit gesäumt wird.

Dazu gehört auch die Lindenbeinsche Villa mit ihrem Park, ein schlossähnlicher Bau im neugotischen Stil und heute ein Hotel, an dessen Grund stehen Reste der Stadtbefestigung, wie der 24 m hohe, erst kürzlich auf > Privatiinitiative hin restaurierte Pulverturm auf dem zweiten Bild der Galerie, und der Lindenbeinsche Turm oder Sternkiekerturm auf dem dritten und letzten Bild, ebenfalls dem Ursprung nach ein alter Wachturm, aber als Liebhaberei der Gattin des Bauherrn Georg Lindenbein, einem Rentier und ehemaligen Industriellen, nach Entwurf des Architekten Friedrich Staeding auf 42 m erhöht und passend zur Villa im historistischen Stil umgebaut wurde. Man kann ihn als Aussichtsturm besteigen.

Wenn irgendwo Reisebusse stehen, bin ich meist weniger motiviert, mich auch noch dazu zu gesellen, und wir hatten ja schon oben vom Schlossberg geguckt, also marschierten wir weiter entlang der Aussenlinie der Stadtmauer – nicht die beste, da langweilige Idee, denn wir verpassten eine Seitenstrasse in die Altstadt, weil sie auf den ersten Blick nicht attraktiv genug schien. Aber so ist das eben, wenn man „nach Gefühl“ geht und nicht mit dem Stadtplan vor der Nase.

3 Gedanken zu “Vom Schlossberg herunter und durch die Wallstrasse

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